Pressemitteilung
Be-ziehung statt Er-ziehung
"Miteinander leben - Personzentrierte Elternschule"
Neues bundesweites Schulungsangebot für Eltern und Erzieher
Köln: Kinder, die an der Supermarktkasse den Aufstand proben, weil Eltern ihnen die Quengelwaren verweigern, Kinder, die abends nicht ins Bett zu bekommen sind, Jugendliche, die nächtelang vor dem PC sitzen und in der Schule einschlafen, Jugendliche, die Alkoholexzesse ausleben - solche und andere Konflikte überlagern in vielen Familien das
Miteinander und lassen Eltern ratlos sein. Darauf reagiert die Gesellschaft für
wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG), einer der größten europäischen Fachverbände für Psychotherapie und Beratung, mit dem
bundesweiten Angebot für Eltern und Erzieher, der "Personzentrierten
Elternschule "Miteinander leben".
"Für alles braucht man heute einen Schein, ob Führerschein oder
Angelschein. Nur Kinder erziehen – das darf jeder ohne weiteres", sagt Karl-Otto Hentze, Bundesgeschäftsführer der
GwG. "Erziehung heißt", resümiert der Psychotherapeut, "zu aller erst Beziehung. Und wie man gute Beziehungen zu seinen Kindern herstellen kann, das ist
erlernbar." Die GwG hat deshalb jetzt ein spezielles Schulungsprogramm für Eltern und Erzieher entwickelt. Es basiert auf den Erkenntnissen des amerikanischen Psychologen und Pädagogen Carl Rogers zu der überragenden
Bedeutung einer vertrauensvollen Beziehung und auf Erfahrungen aus der
Erziehungsberatung. Carl Rogers hat über Jahrzehnte erforscht, wie Beziehungen gestaltet sein müssen, damit sie hilfreich sind und eine positive Entwicklung fördern.
Elterntraining ist weit mehr als Verhaltenstraining
In der Personzentrierten Elternschule geht es um Fragen wie: Welche Maßstäbe habe ich für meine Erziehung und für das Miteinander in der Familie? Die meiner Eltern oder meine eigenen? Sind meine
Erziehungsgrundsätze sinnvoll und zeitgemäß? Welchen "Glaubensätzen" folge ich? Wie verhalte ich mich in Entscheidungs- oder Konfliktsituationen? Wann setze ich Grenzen und wann riskiere ich Konflikte? Welchen Ratschlägen aus meiner Umgebung soll ich folgen?
"Personzentrierte" Antworten auf solche Fragen bedeuten, dass Eltern oder Fachkräfte lernen, wie sie ihre persönlichen erzieherischen Fähigkeiten voll entwickeln und verbessern können. Die Elternschule verzichtet deshalb bewusst auf rezeptartige
"Patent"-Lösungen für typische Problemsituationen. Stattdessen arbeitet sie mit Eltern daran, wie sie auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen und Stärken selbst Lösungen für
typische Schwierigkeiten in ihrer Familie entwickeln können. Die "Personzentrierte
Elternschule" hilft, Erziehungssituationen bewusster wahrzunehmen und einfühlsam zu reagieren.
Erziehungsprobleme als Entwicklungschancen
In acht Lerneinheiten vermittelt die Elternschule, wie Eltern gemeinsam mit allen Beteiligten tragfähige Regeln für ein gewünschtes Miteinander entwickeln können. Schnell erleben Eltern dabei, wie gemeinsam
entwickelte Familienregeln von allen getragen werden. So können sie die mit der Erziehung verbundenen Herausforderungen als Chancen dafür
erleben, wie sie selbst ein Familienklima erzeugen können, in dem Eltern und Kinder wachsen und reifen können.
Die Elternschule ist für all jene gedacht, die ihr Wissen und Können im Austausch mit Fachleuten und anderen Eltern/Erziehern stärken wollen:
- Mütter und Väter, die sich Unterstützung im Erziehungsalltag und Anregungen zur Lösung der sich immer wieder stellenden alten und neuen Fragen wünschen
- werdende Eltern, die sich auf ihre neue Aufgabe vorbereiten wollen
- Personen, die beruflich mit Erziehung zu tun haben.
Ursula Reinsch
________________________________________________________
Gerne vermitteln wir Ihnen Kontakte zu ElternschultrainerInnen und AbsolventInnen der
Personzentrierten Elternschulen, die regional bereits durchgeführt wurden.
Bitte beachten Sie auch die Informationen zu den "Besonderen Qualitäten der Personzentrierten
Elternschule" auf unserer Homepage unter http://www.gwg-ev.org/cms/cms.php?fileid=578 sowie
weiteren Informationen unter dem Stichwort "Elternschule".
Ansprechpartner für die Presse:
Carmen Rosen, Tel.: 0221-3550960
Karl-Otto Hentze, Tel.: 0221-9259080
|