Eskalierte Elternkonflikte
Eskalierte Elternkonflikte - Personzentrierte Beratung bei hoch strittigen Trennungen im Interesse des Kindes
Nach § 18 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) haben Eltern im Trennungs- Scheidungskonflikt als auch die betroffenen Kinder und Jugendliche einen Anspruch auf Beratung. Realisiert wird diese Beratung vorrangig durch Erziehungs- und Familienberatungsstellen. Immer mehr Eltern nehmen das niederschwellige Angebot freiwillig in Anspruch. Eine zunehmende Anzahl wird von Jugendämtern und Gerichten angehalten, sich um eine einvernehmliche Lösung bezüglich der Sorge für ihre Kinder und der Regelung des Umgangs mit ihnen zu bemühen.
In diesem Zusammenhang geraten BeraterInnen aber auch niedergelassene und in Institutionen tätige TherapeutInnen in das Konfliktfeld streitender Eltern als auch zwischen die Fronten der Erwartungen von Eltern, Jugendämtern und Gerichten. Sie werden aufgerieben in Situationen mit hoher emotionaler Brisanz. Oft gelingt es nur schwer, die notwendige innere Distanz zu halten. Die in hochstrittigen Fällen zu beobachtenden Verletzungen der Kinder lassen nur wenig Raum für das notwendige einfühlende Verstehen der Eltern. Das Ziel, das betroffene Kind wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit zu holen, scheint weit entfernt. Viele BeraterInnen drohen in diesem Konfliktfeld zu verbrennen.
Kinder im Trennungs- und Scheidungskonflikt
Die Bedürfnisse der Kinder bestimmen maßgeblich den Beratungsprozess der Betroffenen. Die Einstellung des Beraters bzw. Therapeuten zu Wohl und Willen des Kindes ist daher prozessleitend. Hieraus ergeben sich u.a. die folgenden Inhalte für den ersten Teil der Fortbildungsveranstaltung:
- Die emotionale Verarbeitung des Konfliktes durch das Kind (Verlusterleben, Trauer, Copingstrategien)
- Der Wille und das Wohl des Kindes in Sorgerechts- und Umgangsstreit (u. a. eine kritische Auseinandersetzung mit dem
"Parantal Alienation Syndrom" PAS)
- Bezugspersonen des Kindes und Resilienz
- Einbeziehung der Kinder in den Beratungsprozess der Eltern
Personzentrierte Arbeit mit (hoch)strittigen Eltern
Der personzentrierte Ansatz bietet hinreichend effektives Handwerkzeug, um sich
auf dem Hintergrund einer personzentrierten Haltung in schwierigen und konfliktbeladenen Situationen wertschätzend, empathisch, transparent, authentisch und konfrontativ verhalten zu können.
Gegenüber zu sein im Umgang mit Aggression , Feindseligkeit und Gewalt bildet eine große Herausforderung in der Arbeit mit strittigen Eltern.
Es erfordert seitens der BeraterInnen und TherapeutInnen bei der Arbeit auf der Elternebene erlernbare Kompetenzen
z. B.:
° Authentischer Stand und Abgrenzungsvermögen
° Interventionen zur Deeskalation bei Gewaltimpulsen
° Akzeptanz für Begrenztheit
° Ohnmacht, Angst, Scham und Kränkung hinter den Aggressionen erkennen
° Vorwürfe als Wünsche und Bedürfnisse formulieren/spiegeln
° Aggressionen aushalten, unterbinden und nutzbar machen
° Eigenverantwortung stärken
° Kreativität im Umgang mit Ressourcen
° Flexibilität z.B. mit unterschiedlichen Settings
° spielerische Kraft mit Freude und Humor
Die Weiterbildung bietet Möglichkeiten das Personzentrierte Beziehungsangebot für diese Elternarbeit
praxisnah zu erlernen, Berater- und Therapeutenpersönlichkeit zu stärken und dient so nicht zuletzt auch als
burn-out Prophylaxe.
Mit Hilfe von speziellen Körper- und Imaginationsübungen, Theorieelementen, Rollenspielen und Demonstrationen wird ein lebendiges,
ganzheitliches, erfahrungs- und handlungsorientiertes Lernen in einem angstfreien Klima ermöglicht.
Zielgruppe: Therapeuten und Berater aus einschlägigen Berufsfeldern
Zeitrahmen: 3 x 2-tägige Kursblöcke
Die Kursleiterinnen:
Elisabeth Große-Rhode; Diplompädagogin, tätig in eigener Praxis für Psychotherapie, Beratung und Supervision; Ausbildung in Personzentrierter Beratung und Psychotherapie, Focusing und
Klientenzentrierter Körpertherapie; Ausbildung in Gestalttherapie und Gruppendynamik
Dr. Kerstin Zebiri; Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin, tätig in einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle (Diagnostik, Beratung, Therapie), Ausbildung von Beratern und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bei der GwG, Supervision
Termine:
Kursblock 1: 27.-28. Oktober 2010
Kursblock 2: 24.-25. November 2010
Kursblock 3: 27.-28. Januar 2011
Kursgebühr:
Insgesamt 660,- €
pro Block 220,- Euro (Darin enthalten sind die Kosten für Tagungsgetränke)
| Referentin: |
Lisa Große-Rhode; Dr. Kerstin Zebiri
Informationen über die Referentinnen - siehe Text unten
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Termin: |
27. Oktober 2010, 10:00 Uhr – 28. Oktober 2010, 17:00 Uhr |
| Ort: |
15732 Eichwalde, Genaue Informationen folgen! |
| Umfang: |
48 Unterrichtseinheiten |
| pro Kursblock 220,- €: |
EUR 660,00 |
Online-Anmeldung
GwG Akademie
Melatengürtel 125a · 50825 Köln
Telefon: 0221 925908-50 · Telefax: 0221 925908-19
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