Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V.

Presse und Aktuelles

Düsseldorf, 15. August 2012

Gut für die Zukunft!

PRESSEMITTEILUNG
 

Energie sparen – das Klima schützen – fair produzieren: Handeln nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit wird von vielen gesellschaftlichen Gruppen eingefordert. Doch trotz teurer Projekte und Programme handeln nach Einschätzung der Gesellschaft für personzentrierte Psychotherapie und Beratung (GwG) noch zu wenige Menschen ökologisch bewusst. Der Personzentrierte Ansatz hilft dabei, individuelle Handlungsmotive zu verstehen und nachhaltiges Verhalten systematisch umzusetzen. Was beeinflusst unsere täglichen Entscheidungen? Was motiviert uns zu umweltbewussterem Handeln? Die Psychologen und Berater der GwG bekommen in Gesprächen mit Klienten ein tiefes Verständnis menschlicher Handlungsweisen. Dies ist die Grundvoraussetzung, um Veränderungen einzuleiten und Nachhaltigkeitsprozesse anzustoßen. „Personen haben individuelle Gründe für ihr Verhalten“, erklärt Kai Lenßen, Umwelt- und Sozialpsychologe und Mitglied der GwG. „Die einen messen dem Klimaschutz wenig Bedeutung bei und fahren lieber mit dem Auto als mit dem Rad zur Arbeit. Einige finden Veränderungen lästig. Und anderen fehlt schlichtweg das Geld für Bio-Produkte. Solche Motive müssen zunächst erkannt werden.“ Da viele Projekte nach Angabe des GwG-Psychologen nicht ausgereift sind, komme es zu unerwünschten Mehrkosten, die häufig eingespart werden könnten. „Entsprechende Optimierungen bringen also einen echten Gewinn“, so Lenßen. Hierzu überprüft er bestehende Veränderungs-Kampagnen oder Konzepte auf ihre Wirksamkeit hin oder entwickelt neue Maßnahmen. Wichtiger Bestandteil der Arbeit sind praxisfreundliche Interviews, die thematisch abgestimmt sind und sich an bestimmte Zielgruppen richten. Dabei trägt die personzentrierte Herangehensweise dazu bei, individuelle Beweggründe genau zu erfassen und gegebenenfalls zu beeinflussen. Ein wichtiger Schritt, um Projekte nachhaltig auszurichten.

„Green- und Softskills“ gefragt

Personen, die sich mit Nachhaltigkeitsprozessen befassen, müssen Zukunftsszenarien entwickeln und umsetzen können. Dies betrifft Beratungsfachkräfte und Entscheider ebenso wie Multiplikatoren aus den Bereichen Ressourcenschutz, Politik, Sozialwesen, Bildung und Verbraucherarbeit. Ihre Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Empathie, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein, aber auch Entscheidungsfreude und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu erkennen und sich selbst gut organisieren zu können. „Ich mache oft die Erfahrung, dass meine Klienten mit ihrer Arbeit und den Ergebnissen unzufrieden sind und es zu Konflikten kommt, weil sie wesentliche Interessen der Stakeholder unbeachtet lassen“, sagt Lenßen. In personzentrierten Seminaren vermittelt der Psychologe entsprechende „Green- und Softskills“. Beispiele für personzentrierte Fragestellungen und Denkmuster, die individuelle Verhaltensfaktoren berücksichtigen: 

  • Fühle ich mich verpflichtet, umweltbewusst zu handeln?

  • Was werden meine Freunde, Kollegen, Familie denken, wenn ich mich etwa im Umweltschutz engagiere? 

  • Auch individuelle Überlegungen zu Vor- und Nachteilen von Entscheidungen (Kosten-Nutzen-Kalkül) sind zu berücksichtigen, zum Beispiel: Welche Konsequenzen hat es, wenn ich die Bahn anstelle des Flugzeugs nutze?

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Ansprechpartner für die Presse:
 

Kai Lenßen
Umwelt- und Beratungspsychologe / GwG-Mitglied
Tel.: 0211 440 26 82 oder 0171 49 35 817
Mail: lenssen-duesseldorf@t-online.de

 

Dagmar Nuding
Vorstand der GwG
Mail: nuding@gwg-ev.org