Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V.

Presse und Aktuelles

Köln, 29. November 2013

Offen für Veränderungen – offen für Gesprächspsychotherapie

PRESSEMITTEILUNG
 

Die GwG fordert eine umfassendere Reform der Psychotherapie-Richtlinie

Mehr als drei Monate müssen psychisch kranke Menschen heute im Durchschnitt auf einen ambulanten Therapieplatz warten und haben dabei häufig bürokratische Hürden zu überwinden. Die künftige Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hält das für einen unzumutbaren Zustand und will die psychotherapeutische Versorgung flächendeckend verbessern. Die GwG begrüßt diese Pläne. Neben der Verkürzung der Wartezeit und dem Bürokratieabbau in diesem Bereich sieht der Verband aber noch weiteren Handlungsbedarf: „Es sollte nun endlich die Chance genutzt werden, den Betroffenen alle wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung zur Verfügung zu stellen“, sagt Kerstin Engel, Vorstandsmitglied der GwG.

Insbesondere der Personzentrierte Ansatz, der auf die positive Entwicklungsfähigkeit des Menschen aufbaut, sollte auch der Behandlung psychisch kranker Menschen zugutekommen. „Eine Reform der Psychotherapie-Richtlinie ist dringend notwendig. Sie darf sich aber nicht darauf beschränken, lediglich die bisher sozialrechtlich anerkannten Psychotherapieverfahren zu modifizieren“, so Engel weiter. Stattdessen muss sie sich aus Sicht der GwG auch den wissenschaftlich anerkannten Verfahren, zu denen die Gesprächspsychotherapie seit vielen Jahren gehört, öffnen. Nur so kann eine fachlich adäquate und menschengerechte Gesundheitspolitik verwirklicht werden, die den Einzelnen stützt und stärkt.


GwG-Ansprechpartnerin für die Presse:
Kerstin Engel
GwG-Vorstand
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