Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V.

Presse und Aktuelles

Köln, 11. Dezember 2013

So kann Inklusion gelingen

PRESSEMITTEILUNG
 

Die GwG befürwortet Inklusion in der Schule und fordert gezielte Maßnahmen, damit Kinder angemessen gefördert werden.

Das Miteinander von Schülern mit und ohne Behinderung ist in vielen Bundesländern beschlossene Sache. Im Oktober hat nun auch der Landtag von Nordrhein-Westfalen das sogenannte Inklusionsgesetz verabschiedet, das ab dem Schuljahr 2014/2015 gelten soll. Viele Experten stehen positiv zur Inklusion, äußern aber auch Bedenken zur Umsetzung des Gesetzes.

Auch aus Sicht der GwG ist noch viel zu tun, damit Inklusion in Schulen gelingen kann: „Dass Eltern und Kinder die Schule frei wählen können, ist eine gute Sache. Voraussetzung ist aber, dass es für alle entsprechend qualifizierte Angebote in erreichbarer Nähe zum Wohnort gibt. Dazu muss sich die Schullandschaft in den nächsten Jahren stark verändern – und das wird nicht einfach“, sagt Reinhold Schmitz-Schretzmair, Schulpsychologe und Psychotherapeut der GwG. Auch das Schulpersonal müsse häufig noch entsprechend qualifiziert werden, um Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gleichermaßen fordern und fördern zu können. Fortbildungen in Personzentrierter Kommunikation und Kooperation sowie Supervisionsangebote, wie sie die  GwG anbietet, können die nötigen Kompetenzen vermitteln.

„Lehrer dürfen mit der Aufgabe nicht allein gelassen werden. Sie brauchen neben den richtigen Rahmenbedingungen vor allem Partner vor Ort, die Inklusion als gemeinsame Aufgabe verstehen. Da müssen sich alle einbringen, die am Bildungs- und Erziehungsprozess beteiligt sind“, sagt Herbert Schiffmann. Der ehemalige Schulamtsdirektor und Ausbilder der GwG sieht in der Herangehensweise an das Thema Inklusion eine große Herausforderung: „Niemand ist deshalb ein guter Vater oder eine gute Lehrerin, weil das Kind inklusiv unterrichtet wird, sondern dann, wenn es für das Kind gut und passend ist.“ Deshalb sollte bei allen Bemühungen um das Voranbringen des Inklusionsprozesses immer der Entwicklungs- und Förderbedarf des einzelnen Kindes im Zentrum stehen. „Erst dann sind wir wirklich auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem“, so Schiffmann weiter.

GwG-Ansprechpartner für die Presse:
Herbert Schiffmann, ehem. Schulamtsdirektor und GwG-Ausbilder
Tel.: 0172  2428848
Mail: herbert.schiffmann@t-online.de

Reinhold Schmitz-Schretzmair, Schulpsychologe und GwG-Psychotherapeut
Tel.: 02205 2594
Mail: reinholdschmitzs@hotmail.de