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Zu den Gefahren der Nikotinabhängigkeit

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Rauchen gehört zu den größten, vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Die Mortalitätsrate im Zusammenhang mit dem Rauchen liegt deutlich höher als bei allen anderen Suchtformen. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) versterben pro Jahr circa 127.000 Menschen in unserem Land an den direkten Folgen. Das entspricht einem Todesfall alle 4 Minuten. Gerade vor diesem Hintergrund zeigt die im Mai 2026 veröffentlichte Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zur Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025 einen beunruhigenden Trend: Demnach raucht fast jeder Zehnte der 12- bis 17-Jährigen (9,6 %). 2021 waren es noch 6,1 Prozent. Zunehmend beliebt ist vor allem das sogenannte Vapen. Hier ist gerade bei weiblichen Jugendlichen die Steigerungsrate sehr auffällig: Der Anteil der Konsumentinnen ist seit 2021 von 1,8 auf 7,8 Prozent gestiegen. Gleichzeitig nimmt Deutschland bei der Tabakkontrolle im europäischen Vergleich einen der letzten Plätze ein.

Gerade vor diesem Hintergrund wird der Handlungsbedarf im Bereich Suchtprävention und Aufklärung immer größer.

Wolfgang Bensel, GwG-Experte für Suchtfragen, äußert sich zu den jüngsten Entwicklungen wie folgt:

  • „Nikotin ist eine schnell und stark süchtig machende Substanz. Um den Ausstieg zu wagen und zu schaffen, müssen Betroffene deutlich für das Problem sensibilisiert und auf die Folgen des Rauchens, aber auch auf die Vorteile einer Nikotinabstinenz aufmerksam gemacht werden. Wenn sich dann eine Bereitschaft zur Veränderung abzeichnet, ist es notwendig, entsprechende Hilfsangebote zu machen. Hier gibt es seitens der Gesellschaft, der Politik und im Suchthilfesystem in Deutschland noch deutlichen Handlungsbedarf.“
  • „Der Personzentrierte Ansatz und die motivierende Gesprächsführung bieten eine erprobte und nachweislich wirksame Handlungsgrundlage, um betroffene Menschen zu begleiten. Hierbei gilt es, sich auf die Betroffenen einzulassen und gemeinsam mit ihnen nach Wegen aus der Sucht zu suchen.“
  • „Um der weiterhin – hinsichtlich der Folgen – gefährlichsten Sucht in unserem Land entgegenzutreten und Betroffenen den Ausstieg zu ermöglichen, brauchen wir mehr Maßnahmen und Konzepte. Nicht zuletzt mit Blick auf die steigenden Gesundheitskosten lohnt es sich, der Nikotinabhängigkeit größere Aufmerksamkeit zu widmen.“